zurück zur vorigen Seite


Auf dieser Seite wollen wir Ihre Fragen zum Thema Altpapier und Altpapiersammlung beantworten. Schicken Sie uns einfach eine Mail!


Kann man Digitaldrucke recyceln?

Wieviel Altpapier wurde im Jahr 2007 verarbeitet?

Was passiert mit den aussortierten Heftklammern, z. B. von Zeitschriften?

Darf Telefaxpapier ins Altpapier?

Stören die Fenster von Fensterkuverts im Altpapier?

Stören CD-Roms aus Zeitschriften im Altpapier?

Was ist Diisobutylphthalat (DIBP) und welche Rolle spielt es im Altpapier?

Kann man Digitaldrucke recyceln?


Kann man Digitaldrucke recyceln?

Digitaldrucke sind ganz unterschiedlich und verhalten sich im Recyclingprozess ganz unterschiedlich. Wasserbasierende Inkjet-Tinten lassen sich kaum entfärben, Trockentoner (Laserdrucker) bereiten dagegen keinerlei Probleme. Inkjet-Drucke sollten daher vorzugsweise mit dem Restmüll entsorgt werden (auch wenn geringe Mengen eher wenig Probleme bereiten). Im Falle einer Zunahme von Inkjetdrucken beispielsweise bei Direktwerbung oder kleineren Zeitungsauflagen muss jedoch mit erheblichen Problemen für das Recycling gerechnet werden. Siehe dazu unsere Seiten zum Thema Digitaldruck (englisch).


Wieviel Altpapier wurde im Jahr 2007 verarbeitet?

Laut VDP wurden im Jahr 2007 in Deutschland 15,8 Millionen Tonnen Altpapier zur Herstellung neuer Papiere und Pappen eingesetzt (2006: 15,3 Mio t). Dies entspricht einer Steigerung um 3,4 Prozent.

Statistiken zum Thema Altpapier und Altpapiereinsatz finden Sie unter anderem auf den Seiten der GesPaRec (siehe auf der Seite "Downloads" unten).


Was passiert mit den aussortierten Heftklammern,
z. B. von Zeitschriften?

Die Klammern werden als separater Abfallstrom erfasst und zusammen mit ähnlichem Altmetall wie den Drähten, mit denen die angelieferten Altpapierballen zusammen gehalten wurden, an einen Verwerter zum Recycling abgegeben.


Darf Telefaxpapier ins Altpapier?

Nein, bitte geben Sie es in den Restmüll - gebauso wie das Thermopapier von Kassenzetteln. Das in der Beschichtung enthaltene Bisphenol A kann beim Recycling möglicherweise nicht vollständig entfernt wewrden.


Stören die Fenster von Fensterkuverts im Altpapier?

Nein – die Fenster sind entweder aus Pergamin (löst sich auf) oder aus Polystyrol (wird abgesiebt. Problematischer sind die Klebstoffe von selbstklebenden Kuverts und von Aufklebeetiketten.

Tipp: Verwenden Sie nassklebende Kuverts und schreiben Sie die Adresse direkt auf den Briefumschlag – ohne Aufkleber. Das gilt besonders für Massensendungen – es gibt viele Drucker, mit denen sich Umschläge auch direkt bedrucken lassen.


Stören CD-Roms aus Zeitschriften im Altpapier?

CD-Roms stellen wie vieles kein prinzipielles Problem im Altpapier dar, und wie bei vielem kommt es auf die Menge an. Kommt eine Altpapierladung aus der Haushaltsammlung, ist die CD-Rom meist schon aus der Zeitschrift entnommen. Ist doch noch eine in der Zeitschrift, stellt die einzelne CD kein Problem dar, da sie als großes kompaktes Teil problemlos absortiert werden kann (im Gegensatz zum verwendeten Kleber, der sich in der Regel auflöst, die Siebe passiert und später an der Papiermaschine Probleme bereiten kann).

In größeren Mengen, beispielsweise bei Remittenden (Zeitschriften-Rückläufern), können CDs wie viele andere papierfremde Stoffe zu Problemen in der Auflösetrommel (Blockaden, Verstopfung) führen. Deshalb gibt es eine Vereinbarung mit den Entsorgern bzw. dem Altpapierhandel, wonach Deinkingware nicht mehr als 3 Prozent papierfremde Stoffe enthalten darf.

Deshalb gibt es auch keinen Abschlag für Papiere mit Störstoffen, sondern der Handel muss dieses Papier sortieren (lassen) und ggfs. die Störstoffe entfernen, was mit Kosten verbunden ist. Insofern kauft der Handel solches Papier tendenziell zu niedrigeren Preisen an als Makulatur ohne CDs.

Alle Deinkinganlagen müssen mit Einrichtungen ausgestattet sein, die papierfremde Stoffe absortieren. Das erste Aggregat einer Altpapier verarbeitenden Papierfabrik ist deshalb in der Regel eine Siebtrommel, in der das Altpapier mit Wasser zerfasert wird. Die Fasern passieren mit dem Wasser die Schlitze dieser Trommel, größere Verunreinigungen werden ausgetragen.

Weitere Informationen zur Rezyklierbarkeit finden Sie auch im "Leitfaden zur Optimierung der Altpapierverwertung bei grafischen Papieren".


Was ist Diisobutylphthalat (DIBP) und welche Rolle spielt es im Altpapier?

DIBP ist ein Weichmacher, der unter anderem in Dispersionsklebstoffen für Papier verwendet wird. Wegen toxikologischer Bedenken verzichten inzwischen die meisten Hersteller auf DIBP. DIBP-haltige Klebstoffe werden zwar nicht für Lebensmittelverpackungen eingesetzt, die Substanz kann jedoch beim Papierrecycling in aus Altpapier hergestellte Verpackungen und von dort in Lebensmittel gelangen. Mehr dazu beim Bundesamt für Risikobewertung.

In einer Pressemitteilung des VDP heißt es: "Die seit November 2007 geltende Freiwillige Selbstverpflichtung von acht Verbänden der Lieferkette von Lebensmittelverpackungen aus Papier, Karton und Pappe zur Reduzierung des Weichmachers Diisobutylphthalat (DIBP) ist jetzt formell an das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) übergeben worden. Beteiligt sind neben dem VDP der Verband der Wellpappen Industrie VDW, der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung HPV, die Fachvereinigung Faltschachtelindustrie FFI, der Industrieverband Klebstoffe IVK, die Fachvereinigung Hartpapierwaren und Rundgefäße FHR, der Bundesverband Druck und Medien BVDM sowie der Verband Vollpappe-Kartonagen (VVK).

Die beteiligten Verbände sagen in der Selbstverpflichtung zu, auf Ihre Mitglieder einzuwirken, DIBP-haltige Klebstoffe bei der Verarbeitung von Papier, Karton und Pappe durch andere Materialien zu ersetzen. Damit soll die Migration von DIBP aus Lebensmittelverpackungen auf den Inhalt so weit wie möglich verringert werden. Zudem wird das Altpapierrecycling qualitativ verbessert.

Die meisten Unternehmen der Lieferkette produzieren ihre Produkte bereits DIBP-frei, es besteht aber Handlungsbedarf auf europäischer und internationaler Ebene. In vielen Ländern, insbesondere in Osteuropa und Fernost, ist die Verwendung DIBP-haltiger Produkte bei der Verarbeitung  von Papier, Karton und Pappe noch Stand der Technik."


Bei weiteren Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter:


zurück zur vorigen Seite

Hauptseite

Kontakt zur INGEDE


Letzte Änderung: 21.04.2009